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Führung nach COVID-19

by Dana Koering | Sep 02, 2020

Wie können Führungskräfte durch Zeiten des Wandels führen

Dominic Gourley, Berater bei Human Synergistics, Australien, spricht mit dem Direktor von Human Synergistics Australien und Mediziner Dr. David Byrum über Führung nach der Veränderung (dem Covid-19 Lockdown).

1.         Mitarbeiter unterstützen

Bei den Beschäftigten könnte es ein gewisses Maß an Anspannung und Angst in Bezug auf das, was vor sich geht (Covid-19), und um das Unternehmen generell geben. Die Mitarbeiter haben sich daran gewöhnt, von zu Hause aus zu arbeiten, und haben eine Routine. Jetzt sind sie vielleicht wieder im Büro, zurück in den öffentlichen Verkehrsmitteln, müssen Abstandsregeln einhalten, in manchen Firmen gibt es ein Schichtsystem für die Arbeit im Büro. Sie haben vielleicht auch Bedenken bezüglich des Geschäfts - wird das Unternehmen, in dem ich arbeite überleben? Ist mein Arbeitsplatz sicher?

Wie unterstütze und betreue ich also meine Mitarbeiter aktiv?  Eine Führungskraft muss konsequent und regelmäßig kommunizieren. Wenn Sie ein Team führen, sollten Sie Einzelgespräche mit Ihren Mitarbeitern führen.

Sie könnten sie zum Beispiel fragen, was bei ihnen gut geklappt hat und wie Sie sie unterstützen können. Sie sollten so viele Informationen wie möglich sammeln, damit Sie den Mitarbeiter tatsächlich helfen können.

Unterschätzen Sie nicht das Maß an Unterstützung, das die Mitarbeiter beim Übergang in die „neue Normalität“ brauchen.

2.         Die „neue Normalität“

Wir müssen erkennen, dass die Dinge sich verändert haben. Aufgrund von Homeoffice haben sich unterschiedliche Gewohnheiten, Vorgehensweisen und Methoden etabliert. Führen wir diese fort? Was hat gut funktioniert und was hat nicht funktioniert? Was muss sich ändern?

Werden wir z.B. weiterhin von zu Hause aus arbeiten (mehr Flexibilität), Meetings virtuell abhalten, Dokumente elektronisch unterzeichnen?

Es ist wichtig, Feedback von Ihrem Team zu erhalten. Informationen können auf unterschiedliche Weise gesammelt werden – durch Umfragen oder Einzelgespräche.

Die konstruktiven Organisationen, die den Wandel anführen, blicken wahrscheinlich seit Beginn der Pandemie in die Zukunft - und nicht erst jetzt, wo sie endet.

3.         Neue Möglichkeiten

Suchen Sie nach einer neuen Richtung. Der erste Schritt wäre zu fragen, welche neuen Möglichkeiten die neue Situation birgt? Hören Sie viel zu, erkunden Sie sie, bestimmen Sie sie, quantifizieren Sie sie, und dann müssen Sie sie wirklich zur Priorität machen. Ist dies eine Gelegenheit, sich neu zu erfinden? Das wird von der Unternehmensgröße abhängen und von der Branche, in der Sie tätig sind. 

Sie könnten die folgenden Fragen stellen: Was passiert jetzt gerade auf dem Markt? Welche Bedürfnisse haben die Kunden? Was glauben sie, welche Bedürfnisse sie in Zukunft haben werden? Und wie nutzen Sie diese Chancen? Werden die Kunden zum Beispiel erwarten, dass das Angebot eher weiter zum Virtuellen verlagert, oder erwarten sie weiterhin ein persönliches Angebot?

Einige Organisationen waren sehr innovativ und haben sich verändert, so zum Beispiel ein Unternehmen der verarbeitenden Industrie, das jetzt persönliche Schutzausrüstung anbietet, oder ein Unternehmen aus dem Bergbau, das jetzt Beatmungsgeräte herstellt.

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